Mobile Game Programming im Team lernen
Stell dir vor, du sitzt mit anderen an einem Tisch und baut gemeinsam ein Spiel. Nicht allein vor dem Bildschirm, sondern mit echten Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen.
Unser Programm startet im Oktober 2025 und setzt genau dort an. Viele Entwickler erzählen uns, dass sie früher Tutorials geschaut haben, bis ihnen die Augen wehtaten – aber sobald ein Problem auftauchte, waren sie auf sich gestellt.
Hier läuft das anders. Du arbeitest in kleinen Gruppen an realen Projekten. Wenn jemand nicht weiterkommt, schauen die anderen mit drauf. Oft findet sich die Lösung schneller, als man denkt.
Wie funktioniert das Miteinander?
Gruppenarbeit im Kern
Ihr bekommt ein Projekt, teilt euch die Aufgaben auf und besprecht jeden Schritt. Manche übernehmen die Spiellogik, andere kümmern sich um UI oder Performance. So lernt man verschiedene Rollen kennen.
Peer-Reviews als Standard
Bevor Code zusammengeführt wird, schaut jemand anderes drüber. Das fühlt sich am Anfang komisch an, aber nach ein paar Wochen wird's zur Routine. Und man entdeckt Fehler, die man selbst übersehen hätte.
Wöchentliche Teamtreffen
Jeden Donnerstag setzt ihr euch zusammen und besprecht, was funktioniert hat und wo es gehakt hat. Diese Runden sind freiwillig, aber fast alle kommen – weil's hilft, den Überblick zu behalten.
Netzwerk aufbauen
Nach acht Monaten kennst du deine Gruppe ziemlich gut. Einige unserer Teilnehmer aus 2024 arbeiten heute noch zusammen an eigenen Projekten. Das war nicht geplant, hat sich aber einfach ergeben.
Ein Hinweis zum Tempo
Manche Gruppen kommen schnell voran, andere brauchen mehr Zeit, um sich einzugrooven. Beides ist okay. Wir geben keine starren Deadlines vor – wichtiger ist, dass ihr als Team funktioniert und jeder mitwächst. Es geht um den Lernprozess, nicht um Geschwindigkeit.
Was ihr gemeinsam durchlauft
Grundlagen schaffen
Die ersten Wochen verbringt ihr damit, eure Werkzeuge kennenzulernen. Unity oder Godot, Git für die Versionskontrolle, ein gemeinsamer Workflow. Ihr baut kleine Prototypen, um ein Gefühl für die Engine zu bekommen.
- Erste Schritte in der Game Engine
- Git-Basics für die Zusammenarbeit
- Einfache 2D-Prototypen erstellen
- Feedback geben und annehmen üben
Gemeinsam planen
Jetzt wird's konkreter. Eure Gruppe entscheidet sich für ein Spielkonzept – vielleicht ein Puzzle-Game oder ein kleines Platformer. Ihr skizziert die Mechaniken, verteilt Rollen und legt einen groben Plan fest.
- Spielidee als Team entwickeln
- Aufgaben sinnvoll aufteilen
- Erste technische Herausforderungen identifizieren
- Kommunikationsroutinen etablieren
Entwicklung mit Stolpersteinen
Die längste Phase – und die, wo am meisten passiert. Ihr programmiert, testet, überarbeitet. Manchmal funktioniert was nicht wie gedacht, manchmal gibt's Diskussionen über die beste Lösung. Das gehört dazu.
- Features schrittweise umsetzen
- Code Reviews im Team durchführen
- Bugs gemeinsam jagen und beheben
- Zwischenstände präsentieren und besprechen
Feinschliff und Reflexion
Die letzten Wochen nutzt ihr, um euer Spiel fertigzustellen. Polishing, Bugfixes, vielleicht ein kleiner Trailer. Am Ende schaut ihr zurück: Was lief gut? Was würdet ihr beim nächsten Projekt anders machen?
- Performance optimieren und testen
- Spielgefühl verbessern
- Projekt dokumentieren
- Gemeinsame Abschlusspräsentation vorbereiten
Was bringt dir das Ganze?
Klar, du lernst programmieren. Aber das ist nur ein Teil davon. Die Arbeit im Team zeigt dir, wie man Kompromisse findet, wenn jeder eine andere Meinung hat. Wie man Code schreibt, den andere verstehen können. Und wie man mit Frust umgeht, wenn ein Feature zum dritten Mal nicht funktioniert.
Ein Teilnehmer aus 2024 hat uns erzählt, dass ihm die Gruppenprojekte mehr geholfen haben als die technischen Übungen. Nicht weil die unwichtig wären – sondern weil er gemerkt hat, dass Entwicklung meistens Teamarbeit bedeutet.
Du baust ein Portfolio auf, aber auch Beziehungen. Einige Gruppen haben nach dem Programm weitergemacht – nicht bei uns, sondern an eigenen Projekten. Das freut uns besonders.
Zeitaufwand realistisch einschätzen
Rechne mit 15 bis 20 Stunden pro Woche – Gruppentreffen, eigene Arbeit, Code Reviews. Manche brauchen mehr, andere weniger. Wichtig ist, dass du dir die Zeit nehmen kannst. Nebenbei vollzeit arbeiten wird schwierig.
Jendrik Vetterlein
Mentor für Gruppendynamik
„Ich bin seit 2019 dabei und hab schon viele Teams begleitet. Was mir auffällt: Die besten Ergebnisse kommen oft nicht von den technisch stärksten Gruppen, sondern von denen, die gut kommunizieren."
Er schaut regelmäßig bei den Gruppen vorbei – nicht um Lösungen vorzukauen, sondern um zu sehen, wie die Zusammenarbeit läuft. Manchmal reicht ein Hinweis, wie man ein Problem anders angehen könnte. Oder er vermittelt, wenn's mal hakt.
„Manche denken, Programmieren ist eine Einzelsport. Aber in der Realität verbringst du mehr Zeit damit, mit anderen zu reden als Code zu schreiben. Genau das können Teilnehmer hier üben."
Mehr über das Programm erfahren
Vesna Takács
Mentorin für Code-Qualität
„Ich hab früher in einem kleinen Studio gearbeitet, da musste jeder den Code von allen anderen verstehen können. Das prägt."
Sie leitet die Code-Review-Sessions und zeigt den Gruppen, worauf man achten sollte. Nicht nur auf Bugs, sondern auch auf Lesbarkeit und Struktur. Denn Code, den nur du verstehst, wird zum Problem, sobald jemand anderes dran muss.
„Am Anfang sind viele unsicher, ihren Code zu zeigen. Aber nach ein paar Reviews merken sie: Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern darum, voneinander zu lernen. Das ist der Punkt, wo's Spaß macht."